{"id":123,"date":"2020-06-11T19:58:46","date_gmt":"2020-06-11T17:58:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/?post_type=product&#038;p=123"},"modified":"2020-06-15T12:39:54","modified_gmt":"2020-06-15T10:39:54","slug":"zweitausendundvier","status":"publish","type":"product","link":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/produkt\/zweitausendundvier\/","title":{"rendered":"Zweitausendundvier"},"content":{"rendered":"<p>Musik zu beschreiben erscheint manchmal als auswegloser Versuch, das Unfassbare in Worte zu h\u00fcllen.<\/p>\n<p>So geht es mir an diesem Nachmittag. Die neueste Infamis CD &#8222;Zweitausendvier&#8220; l\u00e4uft, drau\u00dfen ist ein warmer, sonniger Tag in Nordkalifornien. Die Eukalyptusb\u00e4ume wiegen sich leicht im Wind. Die Bewegungen der stolz aufgerichteten B\u00e4ume k\u00f6nnten der Taktschlag zu einigen der Songs sein. Schwerm\u00fctig, traurig, voller Fernweh erklingt da ein Banjo, eine Western Guitar umrahmt die Eint\u00f6nigkeit, das Schlagzeug unterstreicht ganz fein die innige Atmosph\u00e4re. Eine leicht vernuschelte Stimme singt vom &#8222;Hofgang&#8220;. Infamis legen hier ihr j\u00fcngstes und bislang bestes Album vor. So vielseitig, so tief, so in sich stimmig waren die Berliner noch nie.<\/p>\n<p>Ihre letzte CD &#8222;Alte Nacht&#8220; war ein Neuanfang f\u00fcr die Band, zum ersten mal wurden deutsche Texte f\u00fcr die Musik gew\u00e4hlt. Was mir anfangs etwas quer runterging, entpuppte sich als eine wunderbare Platte, die heute zu meinen absoluten Lieblingsscheiben geh\u00f6rt. Infamis entwickelten sich mit der Entscheidung f\u00fcr deutsche Texte auch musikalisch weiter. Die Musik lag fortan irgendwo zwischen den Folk- und Western Roots eines Johnny Cash und der Melancholie des jungen Nick Cave.<\/p>\n<p>Und nun &#8222;Zweitausendvier&#8220;, ein enormer Schritt f\u00fcr Infamis, eine Weiterentwicklung, ein neues Kapitel auf der mit &#8222;Alte Nacht&#8220; begonnenen Reise. Jeder Song ist eine kleine Geschichte f\u00fcr sich, teils sehr poetisch, teils wie ein Drehbuch eines imagin\u00e4ren Filmes. Infamis sollte man nicht einfach nebenbei h\u00f6ren, man mu\u00df sich Zeit nehmen, hinh\u00f6ren und die ganze emotionale Soundbreite dieser &#8211; in meinen Ohren &#8211; einzigartigen Band be- und ergreifen. Wenn ich Infamis h\u00f6re, denke ich an solche monumentalen Filme wie &#8222;Spiel mir das Lied vom Tod&#8220;. &#8222;Zweitausendvier&#8220; k\u00f6nnte rein vom Gef\u00fchl her der Soundtrack f\u00fcr diesen Film sein. Die Vielfalt der Instrumente, die verschiedenen Emotionen, die damit verbunden sind und dazu die teils sehr nahegehenden Texte, lassen ein Gesamtbild entstehen, das den H\u00f6rer fordert und ergreift und im Augeblick schwelgen l\u00e4\u00dft. Banjo, Trompete, Geige neben den verschiedensten Gitarren kreieren ein bewegendes H\u00f6rereignis. Absolute H\u00f6hepunkte sind f\u00fcr mich &#8222;Hofgang&#8220; und &#8222;Apologies&#8220;, der einzige englischsprachige Titel, auf diesem 12 Songs umfassenden Album.<\/p>\n<p>In einem Zeitalter des Plastikpops und der gehypten Superstars spielt hier endlich wieder eine Band mit Herz und Seele, mit Hand und Fu\u00df, ihre eigenen Songs. &#8222;Zweitausendvier&#8220; ist ein Album, bei dem man wieder Hoffnung sch\u00f6pfen kann. Hoffnung, auf eine Neuorientierung in der deutschen Musikszene.<\/p>\n<p>Und nun sitze ich da und lese meinen Versuch durch, die Musik von Infamis in Worte zu fassen. Ich bin kl\u00e4glich gescheitert, denn ihre Songs sprechen eine Gef\u00fchlsebene an, die man kaum beschreiben kann, die sehr pers\u00f6nlich ist, die man erleben mu\u00df. Deshalb kann ich nur empfehlen, selbst in die fantastische Soundlandschaft von Infamis einzutauchen. <em>A. Peltner\/Radio Goethe<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<h2>Album CD, 2004,\u00a0Deaf Shepherd\/Indigo<\/h2>\n[playlist artists=\"false\" images=\"false\" ids=\"136,135,133,134,132,131,129,130,128,127,126,125\"]\n","protected":false},"featured_media":124,"template":"","meta":[],"product_brand":[],"product_cat":[35,23,19],"product_tag":[],"class_list":{"0":"post-123","1":"product","2":"type-product","3":"status-publish","4":"has-post-thumbnail","6":"product_cat-album","7":"product_cat-cd","8":"product_cat-tontraeger","10":"first","11":"instock","12":"shipping-taxable","13":"purchasable","14":"product-type-simple"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/wp-json\/wp\/v2\/product\/123","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/wp-json\/wp\/v2\/product"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/product"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/124"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=123"}],"wp:term":[{"taxonomy":"product_brand","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/wp-json\/wp\/v2\/product_brand?post=123"},{"taxonomy":"product_cat","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/wp-json\/wp\/v2\/product_cat?post=123"},{"taxonomy":"product_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.infamis.de\/plattenladen\/wp-json\/wp\/v2\/product_tag?post=123"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}